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Pfötchenwärmer und Tatzenschmuck
Escherwürfel Socken
gestrickt mit Nadelstärke 2,25mm aus Regia 4-fach Sockenwolle in einem schönen Kitt-Ton in Größe 40.
Dieses Würfelmuster ist eigentlich ein klassischer 6-strahliger Stern, bei dem ich die Strahlenflächen mit den 3 "Farben" glatt rechts,
glatt links und Perlmuster ausgefüllt habe. Dadurch entsteht ein Würfelmuster in Perspektive, bei dem die Perlmusterfläche sowohl
Oberseite als auch Unterseite eines Würfels ist. So kippt der Würfel beim Betrachten nach einiger Zeit von einer in die andere Richtung.
Die Strickschrift für dieses Muster in Runden findet man
hier.
Die Wedgwood Socks aus dem Buch "Socks, Socks, Socks" von Elaine Rowley. Witzig: das Muster ist
inspiriert durch eine Wedgwood Kaffe Kanne aus dem 18. Jhd. des Birmingham Art Museums - das mußte ich einfach stricken!
Die UNI-Farben sind von Regia und Wolle Rödel, gestrickt habe ich wieder mit Nadelstärke 2,25mm,.
Besonderheiten sind hier ein 3re,1li-Muster in der Fersenwand, eine Herzchenferse und die Sternenspitze, in Größe 40.
Das Frost Flowers/Eisblumen-Muster war bereits im frühen 19. Jhd. bekannt. Im deutschsprachigen Raum wird
es auch als spanisches Spitzenmuster bezeichnet, obwohl heute nicht mehr sicher geklärt werden kann,
woher es stammt. Lisl Fanderl ordnet dieses Muster im dritten Band in ihrer Trilogie "Stricken" der Wiener Gegend zu.
Seitdem eine aus Spanien stammende, anderen Dingen als Strickmustern zugewandte Freundin in diesen Socken das Muster eines Pullis aus Kindertagen
erkannte, hat es für mich ganz sicher spanische Wurzeln - ganz subjektiv und unwissenschaftlich!
Ganz oben ein Paar Sneaker aus rot-weiß-meliertem Regia Cotton-Garn mit rosa Brazilia Puschelrand in Größe 35 für Lioba.
Ein rosa Wollsneaker-Paar aus Rödel-Wolle mit Rocaille-Rand nach einer Anleitung aus dem Genialen Sockenbuch in Größe 35 für Lioba.
Ein rot buntes Paar mit Zopf-Lochmusterreihen und Mausezähnchenkante aus Regia Mouline in Größe 34 für Lioba.
Dann ein erdbeerfarbenes Paar Aran Sandal Socks aus dem Buch "Socks, Socks, Socks" von Elaine Rowley. Die
Anleitung ist sehr schlecht geschrieben, die Größe mit "woman`s medium" angegeben, herausgekommen ist Größe 35.
Pfauenfedersöckchen aus Hot Socks Cotton-Streifenwolle in den typischen Lioba-Farben.
Kuschelsocken sind Socken, die sich an Dorotheas Füße kuscheln, also mit schlichtem 2re,2li-Muster. Diese
hier sind aus Rödel Musterwolle.
Noch einmal Thea-Kuschelsocken in Größe 30 aus online Musterwolle.
Warme Pfötchenwärmer aus Designergarn als Hausschuh-Ersatz auf Omas Marmorboden in Größe 30 mit aufgebügelten
Bärentatzen-Rutschstoppern für Thea.
Ganz unten dann ein Regia rotes Paar mit 2re,2li-Schaft und glatt rechtem Fuß in Größe 30 für Thea.
Wer sich nun fragt, ob meine Zeit nicht mehr reicht, auch meiner dritten Tochter Söckchen zu nadeln, dem sei gesagt:
Silja haßt Wolle, Silja haßt Socken, Silja läuft von März bis Oktober am liebsten barfuß. Strümpfe, Hausschuhe und ähnliches sind ihr ein Graus.
Den größten Gefallen tue ich ihr damit, ihre süßen Füßchen der rauen Natur zu überlassen.
Noch einmal ein Detail der Aran Sandal Socks.
Mein erstes Paar auf zwei Rundstricknadeln, der große Rapport von 40 Maschen dankt es!
Das wunderbare Muster ist von Solveig Hisdal aus dem Buch "Poetry in Stitches" inspiriert. An dieser Stelle das Buch zu besingen, würde den Rahmen sprengen.
Ich werde es an anderer Stelle rezensieren!
Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 2,0mm über sage und schreibe 80 Maschen für Größe 40. Die Wolle ist von Regia und Rödel.
Es kam die Frage auf, ob man solche Socken überhaupt tragen darf. Allenfalls als Frostpfötchenwärmer vor dem Yoga oder zum EKG?
Ich trage meine
Socken ausschließlich zu hause als Hausschuhersatz, nie in Schuhen. Auf diesen Socken wird gelaufen und sie halten das ganz gut aus.
Mamluke Socks
aus dem Buch "Folk Socks" von Nancy Bush, jedoch habe ich die Ferse abgeändert und eine Ferse mit verkürzten Reihen gearbeitet.
Das Muster ist einem "islamic footwear" Paar des Textile Museum in Washington, D.C. aus dem 15./16. Jhd. nachempfunden.
Hätte ich die Anleitung vor dem Stricken einmal ganz durchgelesen, wäre mir nicht erst kurz vor Fertigstellung des ersten Socken aufgefallen,
daß eines dieser wunderschönen Muster ein Allah-Schriftzug ist. Gerade zu dieser Zeit gab es die großen Auseinandersetzungen um die
dänischen Mohammed-Karrikaturen. Ich mußte einen Tag land bedenken, ob ich den Socken fertigstellen und tragen werde. Heute verstehe ich
meine Beunruhigung nicht mehr, das war wohl im Strudel der allgemeinen Aufregung.
Ganz außerordentlich schön finde ich die Spitze dieser Socken. Die werde ich sicher noch mehrmals stricken!
Ein Pärchen mit dem klassischen Tulpenmuster, zB zu finden in dem Buch "Omas Strickgeheimnisse" von Eichenseer, Grill und Krön aus dem
Rosenheimer Verlag (der Titel wird dem sorgfältig erarbeitetem Buch leider gar nicht gerecht!). Die Tulpen treten durch verschränktes Abstricken
besonders plastisch hervor.
Das melierte Garn ist von Wolle Rödel, die oberen Zähnchen der Mausezähnchenkante sind in hellem orange gearbeitet.
Durch das konventionelle Sockenstricken vom Bund her erscheinen die Muster später auf dem Kopf. Das Tulpenmuster eignet sich sicher auch
für toe up-Varianten. Aber ist es nicht auch schön, die Blümchen an den eigenen Beinen (dann nämlich aufrecht) betrachten zu können?!
Für dieses Paar habe ich drei Mustersätze eines ineinander verschlungenen Zopfmusters aus einem sehr alten Burda-Strickmusterheft
gewählt. Dieses Zopfmuster habe ich bis in die klassische Fersenwand hinein gearbeitet, dafür den Fuß vollständig glatt rechts gestrickt.
Eine gemusterte Fersenwand wirkt besonders in Schuhen, die hinten offen sind - wie etwa Birkis, sehr schön. Witzig zB für Kinderkrankenschwestern
sind Blümchen oder Smilys auf der Fersenwand.
Die Wolle ist zartbitterfarbene Regia silk&shine; mit Seidenanteil und Glitzerfaden - der Glitzerfaden war es, der ein Fotografieren dieser
Socken zum Erlebnis machte. Er funkelte und glitzerter auf jedem Foto die Socken einfach weg. Blitz an, Blitz aus - kein Unterschied. Aber nun
habe ich sie!
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